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IN SOUTH EAST ASIA (ASEAN)

Südostasien (ASEAN)

Südostasien hat sich vermehrt durch niedrige Herstellungskosten und seine wachsenden Absatzmärkte als lukrativer Produktionsstandort für global agierende Unternehmen entwickelt. Ferner gewinnen durch die Annäherung der Regierungen Geschäftsmodelle „China+1“ stetig an Bedeutung und bieten völlig neue Geschäftsmöglichkeiten. Durch eine Vielzahl an Projekten ist EAC mit den Marktcharakteristika in Südostasien bestens vertraut und kann seine Kunden bei diversen Aktivitäten in den Zielländern unterstützen.

Vietnam:

Vietnam rückt aufgrund des schwächeren Wirtschaftswachstums und der deutlich gestiegenen Lohnkosten in China als lukrativer Wirtschaftsstandort für internationale Unternehmen zunehmend in den Fokus. Ein wichtiger Grund für diese Entwicklung ist die prognostizierte hohe Wachstumsrate des Landes – die Wirtschaft soll bis 2024 durchschnittlich 6,5% pro Jahr wachsen. Vietnam ist aber auch wegen des hohen Bildungsniveaus seiner jungen Bevölkerung und der niedrigen Lohnstückkosten als die ehemalige “Werkbank” China attraktiv. Mit mehr als 90 Mio. Einwohnern verfügt das Land über einen Binnenmarkt mit hervorragenden Perspektiven und das politische Umfeld gilt als langfristig stabil. Die geografisch günstige Lage als Bindeglied zwischen China und Südostasien ist ein weiterer Anreiz für Investoren. In diesem Zusammenhang verfolgt die vietnamesische Regierung eine investorenfreundliche Politik mit dem Ziel, ein möglichst breites Spektrum ausländischer Unternehmen anzusprechen. Nachdem vor einigen Jahren insbesondere Textilunternehmen ins Land strömten haben nun auch Hersteller von Industriegütern das Land und sein Potential zu schätzen gelernt. Auf dem Weg zur Industrienation kann die ausländische Bau- und Energieindustrie den Ausbau der Infrastruktur unterstützen und von einem immensen Wachstumspotential profitieren. In Vietnam sind derzeit rund 300 deutsche Unternehmen aus verschiedenen Branchen tätig. Ein Freihandelsabkommen zwischen Vietnam und der EU wurde im Juni 2019 unterzeichnet, welches in Zukunft mehr als 99% der Zölle abschaffen wird und so die Attraktivität Vietnams für europäische Unternehmen noch verstärken soll.

Malaysia:

Ein weiteres Land mit einem hervorragenden Investitionsumfeld ist Malaysia. Dank der Bemühungen der Regierung des Landes ist es Malaysia gelungen, sich von einem einfachen Exporteur natürlicher Ressourcen zu einem florierenden Produktionsstandort zu entwickeln. Malaysia besticht durch eine herausragende Infrastruktur, attraktive Investitionsanreize und eine investorenfreundliche Gesetzeslage bezüglich ausländischer Kapitalbeteiligungen. Das Land bietet eine strategisch günstige Lage innerhalb des ASEAN Verbundes, sowie zu wichtigen asiatischen und ozeanischen Endmärkten wie China, Japan oder Australien. Die malaiische

Regierung ist auf dem besten Weg, das Land bis 2024 zu einem „High Income Country“ zu machen. Besonders Investoren der Hochtechnologiebranchen sind gefragt und werden von der malaiischen Regierung verstärkt in den Fokus genommen. Somit bieten sich vor allem für den Maschinen- und Anlagenbau, die Medizintechnik, die Umwelttechnologie sowie die Luftfahrttechnik außerordentliche Chancen. Zudem hat die Regierung ihre Bemühungen intensiviert, weitere Konsumgüterproduzenten und Dienstleistungsbranchen im Land zu etablieren. Schon heute gilt Malaysia als wichtiger Standort in Asien für die Informations- und Kommunikationsindustrie.

Thailand:

Thailand ist eines der Zugpferde in der Region Südostasien und im Vergleich zu seinen Nachbarländern bereits weit fortgeschritten in seiner Entwicklung. Neben dem Tourismus, der ca. 22% des BIP des Landes ausmacht, verfügt Thailand über eine breit gefächerte industrielle Basis. Entgegen der politisch angespannten Situation gilt Thailand als stabil in Bezug auf monetäre und finanzielle Rahmenbedingungen. Dies spiegelt sich in einem besseren Ergebnis im „Doing Business“ – Report der Weltbank gegenüber anderer ASEAN-Staaten wieder. Auch die Auslandsinvestitionen, die zuletzt ins Stocken geraten sind, erholen sich stetig. Der Fokus der thailändischen Wirtschaft liegt vor allem auf den Sektoren Automobil-, Chemie-, Elektronikindustrie sowie Maschinenbau. Ausländische Firmen haben in diesen Bereichen aufgrund der Wachstumsprognosen die besten Investitionschancen. Insbesondere die Automobilindustrie hat sich in Thailand stark entwickelt und steht heute weltweit auf Rang 11.

Singapur:

Der Stadtstaat ist weitgehend korruptionsfrei und bietet zudem eine hoch industrialisierte Marktwirtschaft sowie eine nahezu perfekte internationale Anbindung. Die Regierung Singapurs ist vor allem an einer weiteren Globalisierung der Wirtschaft interessiert und engagiert sich in zahlreichen Organisationen (z.B. WTO, ASEAN, APEC) und  verfügt über Freihandelsabkommen mit diversen Partnerländern. Für viele ausländische Firmen stellt Singapur ein Drehkreuz in den Bereichen Finanzen, Logistik und Transport dar. Außerdem bietet das Land hervorragende industrielle Möglichkeiten. Eine Besonderheit stellt dabei die geforderte Kooperation mit sogenannten „Government-Linked Companies“ (GLCs) dar, welche eng mit der Regierung verbunden sind. Diese sind vor allem in den Bereichen Telekommunikation, Energieversorgung und Transport aktiv. Der wirtschaftliche Fokus liegt zudem auf der Elektronikindustrie, dem Maschinen- und Anlagenbau, der ölverarbeitenden Industrie sowie auch zunehmend im Bereich der Biotechnologie. Insbesondere durch den Aufstieg Chinas als auch die fortschreitende Entwicklung anderer ASEAN-Staaten ist Singapur bemüht, seine Wettbewerbsfähigkeit zu bewahren. Die äußerst günstige Zoll- und Importpolitik bietet dabei einen besonderen Anreiz für ausländische Investoren und zählt sicherlich auch zu den Gründen, warum bereits mehr als 1700 deutsche Firmen in Singapur ansässig sind.

Indonesien:

Mit mehr als 250 Millionen Einwohnern ist das Land heute die viertgrößte Nation der Welt. Neben dem immensen Pool an potenziellen Kunden überzeugt das Land außerdem durch eine Vielzahl an lokal verfügbaren Rohstoffen und der trotz diversen Ethnien stabilen politischen Lage. Die Mittelschicht Indonesiens wächst seit Jahren stetig an und gewinnt auch zunehmend an Kaufkraft – Zudem stellt sie sich als besonders markenbewusst und qualitätsaffin dar. Ausländische Exporteure müssen allerdings vergleichsweise hoher Einfuhrzölle akzeptieren, die das Land auf ein breites Warensortiment erhebt. Um diese zu vermeiden produzieren viel ausländische Unternehmen lokal. Angesichts des Reichtums an natürlichen Ressourcen ist es sinnvoll, die Elemente der Wertschöpfungskette in Indonesien genau zu untersuchen. Insbesondere die Automobil- und Konsumgüterindustrie profitieren von den stetig wachsenden lokalen Märkten. Die fehlende Vernetzung der Ballungsräume und der wachsende Strombedarf im ganzen Land bieten hervorragende Möglichkeiten für ausländische Investoren, auch im Bereich Infrastruktur erfolgreich zu agieren.

Philippinen:

Ein weiteres aufstrebendes Land Südostasiens sind die Philippinen. Das Land besticht vor allem durch seine pro-westliche Einstellung und die Tatsache, dass über 90% der Bevölkerung dem christlichen Glauben angehören. Durch die Historie hat sich die englische Sprache und vor allem der amerikanische Lifestyle im Land verbreitet und die überwiegend junge und motivierte Bevölkerung drängt auf Fortschritt. Zusätzlich wird die Wirtschaft durch einen starken Binnenkonsum der über 90 Millionen Einwohner gestützt. Insbesondere im Bereich Infrastruktur werden weitere Großprojekte zum Ausbau der Straßen, Eisenbahnlinien und Wasserversorgung erwartet. Des Weiteren liegt der Fokus der philippinischen Regierung auf der Nutzung erneuerbarer Energien. Hier kann vor allem die Photovoltaik-Industrie stark profitieren, da das Land einen stetig wachsenden Energiekonsum vorweist. Die philippinische Regierung legt großen Wert auf die Nutzung erneuerbarer Energien. Das Land ist eines der am schnellsten wachsenden ASEAN-Staaten mit Wachstumsraten, die in absehbarer Zeit über 6% liegen dürften.

ASHISH KUMAR, EAC Partner (MUMBAI)
ASHISH KUMAR, EAC Partner (MUMBAI)