EAC Webinar “China Battery Outbound Investment”

Eines der Fokusthemen des Webinars war, wie chinesische Batteriehersteller in das Übersee-Liefersystem multinationaler Automobil-OEMs eintreten und global expandieren können.

Unter der Leitung des Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) und in Zusammenarbeit mit der China Industrial Association of Power Sources (CIAPS) führte EAC am 10. Juli  2020 ein Webinar zum Thema “China Battery Outbound Investment” durch. Es nahmen über 300 Teilnehmer von Batterieherstellern, Batterierohstoffherstellern, Ausrüstungslieferanten, Dienstleistungsanbietern und Finanzinstituten teil. Neben EAC waren Experten von CATL, TÜV-SÜD und Exyte Speaker und Knowhowgeber in der Veranstaltung.

Fokusthemen des Webinars waren:

– Wie können chinesische Batteriehersteller in das Übersee-Liefersystem multinationaler Automobil-OEMs eintreten und eine globale Expansion erreichen?

– Wie können chinesische Materiallieferanten und Ausrüstungslieferanten mit den Batterieunternehmen im Ausland Schritt halten?

– Wie können die von den chinesischen Unternehmen investierten Produktlinien die regulatorischen Anforderungen und Sicherheitsstandards in Europa erfüllen?

Die wichtigsten Schlussfolgerungen der Experten auf einen Blick:

  1. Es wird erwartet, dass der globale Markt für Elektroautos weiterhin zweistellige Wachstumsraten verzeichnen wird und dass China mit einem Jahresumsatz von ca. 12 Mio. im Jahr 2025 der größte Markt sein wird, gefolgt von Europa und den USA.
  2. Die Entwicklung der E-Mobilität in Europa wird durch die Gesetzgebung der Regierungen sowie das Ziel der EU, den Verkauf von Elektrofahrzeugen zu verbessern und die Wertschöpfungskette für Batterien zu erweitern, positiv beeinflusst werden
  3. Die LIB-Kapazität wird sich bis 2025 mehr als verdreifachen – südkoreanische Anbieter haben aggressive Expansionspläne in Europa und den USA angekündigt – China wird voraussichtlich 50-60% der weltweiten Kapazität ausmachen
  4. Führende Batteriehersteller investieren in China, den USA und Europa enorme Summen, um die Kapazität zu erweitern und Marktanteile im Voraus zu erobern, wobei insgesamt 500 GWh angekündigt wurden.

CATL, der größte chinesische Hersteller von Lithium-Ionen-Akkumulatoren, hat sich für Deutschland als ersten Produktionsstandort in Europa entschieden. Zu den wichtigsten Überlegungen gehören eine starke industrielle Basis, die Nähe zu den Endkunden und eine dichte Atmosphäre für R&D und Produktion. In Zukunft hofft CATL, mit chinesischen Rohstofflieferanten zusammenzuarbeiten, um lokale Präsenz in Deutschland aufzubauen. Im Bereich Technologieentwicklung soll eng mit internationalen Forschungsinstituten zusammengearbeitet werden.

EAC Fazit: Auf Grund unserer Erfahrungen aus Industrieprojekten müssen Investoren in Deutschland steigende Kosten für Land, Ausrüstung, Arbeitskräfte, Infrastruktur sowie intransparente Aufwendungen, wie lange Genehmigungsverfahren sowie komplizierte Umwelt- und Sicherheitsvorschriften mit ins Kalkül ziehen. Die Kosten für eine Investition in Deutschland wären nach den bisherigen Projekterfahrungen der EAC mindestens 2-3 Mal so hoch wie die Kosten für ähnliche Anlagen in China.

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