Münchner Messe expandiert nach Russland

Die Münchner Messe kauft die Baumaschinen-Messe CTT in Russland. Mit der Akquisition der fünftgrößten Baumaschinenmesse der Welt wurde der größte Zukauf in der Geschichte der Messe München getätigt. Messe-Chef Klaus Dittrich hat in Begleitung der bayrischen Wirtschaftsministerin Ilse Aigner den Kaufvertrag für die russische Baumaschinen-Messe  in Moskau unterzeichnet. Die Unternehmensberatung EAC Consulting in München hat die sechsmonatigen Verhandlungen bis zum Kauf mit umfangreichen Marktanalysen und fundiertem Knowhow des russischen Marktes begleitet. 

Verkäufer ist die private russische Messegesellschaft Media Globe LLC. „Die CTT ist eine international bekannte und gefestigte Veranstaltung. Sie ist eine ideale Ergänzung unseres weltweiten Baumaschinen-Clusters“, erläutert Klaus Dittrich, Geschäftsführer der Messe München. „Mit der Weltleitmesse bauma in München als dem Herzstück und unseren Veranstaltungen in Shanghai, Neu Delhi, Johannesburg und zukünftig in Moskau erreichen wir einen weltweiten Marktanteil von über 50 Prozent.“ Auslandsgeschäftsführer Stefan Rummel ergänzt: „Mit diesem Zukauf werden wir auf Anhieb der viertgrößte ausländische Messeveranstalter in Russland und schaffen dort auch die Basis für die Etablierung weiterer Messeveranstaltungen.“ Alexey Striganov, Besitzer von Media Globe, bleibt trotz des Verkaufs Partner der Messe München in Russland und bleibt Gesellschafter in der neu gegründeten Firma. Diese Partnerschaft ermöglicht es der Messe München, auf ein bestehendes großes Netzwerk und Knowhow im russischen Markt zurückzugreifen.

Bayrische IT-Unternehmen erhoffen sich Aufträge im Bereich der Digitalisierung Moskaus. „Für mich als Wirtschaftsministerin ist es entscheidend, die Kontakte aufrechtzuerhalten und zu pflegen“, so Wirtschaftsministerin Ilse Aigner. Die deutschen Maschinenbauer hatten mehrfach davor gewarnt, dass die Verlängerung der EU-Wirtschaftssanktionen gegen Russland zu spürbaren Konsequenzen für den deutschen Export von Maschinen und Anlagen nach Russland führen werde. „Allein in den ersten neun Monaten fielen die Maschinenexporte um knapp 27 Prozent auf 3,58 Milliarden Euro“, so Thilo Brodtmann,  Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands VDMA.

„Mit unserem Engagement in Moskau unterstützen wir auch die Weiterentwicklung unserer Messen am Standort München wie auch die heimische Wirtschaft“, so Messe München Geschäftsführer Klaus Dittrich. Russland sei trotz der aktuell schwierigen wirtschaftlichen und politischen Lage ein wichtiges Aussteller- und Besucherland für den Standort München und ein extrem wichtiger Absatzmarkt für die Bau- und Bergbaumaschinenbranche.  

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