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IN SOUTH EAST ASIA (ASEAN)

Südostasien (ASEAN)

Südostasien hat sich vermehrt durch niedrige Herstellungskosten und seine wachsenden Absatzmärkte als lukrativer Produktionsstandort für global agierende Unternehmen entwickelt. Ferner gewinnen durch die Annäherung der Regierungen Geschäftsmodelle „China+1“ stetig an Bedeutung und bieten gänzliche neue Geschäftsmöglichkeiten. Durch vielseitige Projekterfahrungen ist EAC mit den Marktcharakteristika in Südostasien bestens vertraut und kann seine Kunden bei diversen Aktivitäten in den Zielländern unterstützen.

Vietnam:

Durch die wirtschaftliche Abschwächung und den deutlichen Lohnkostenanstieg in China rückt Vietnam als lukrativer Geschäftsstandort für internationale Unternehmen zunehmend in den Fokus. Ein wesentliches Kriterium dafür sind zum einen die äußerst positiven Wachstumsraten, die dem Land prognostiziert werden. So soll bis 2018 das durchschnittliche Wirtschaftswachstum 6,5% betragen – damit zählt Vietnam zu den aussichtsreichsten Ländern in der Region. Neben den vielversprechenden Wachstumserwartungen lockt das südostasiatische Land außerdem mit einem hohen Bildungsgrad der jungen Bevölkerung und wesentlich niedrigeren Lohnstückkosten im Vergleich zur ehemaligen „Werkbank“ China. Zusätzlich verfügt Vietnam mit gut 90 Millionen Einwohnern über einen aussichtsreichen Binnenmarkt und die politischen Rahmenbedingungen gelten als langfristig stabil. Der geografisch vorteilhafte Standort als Bindeglied zwischen China und Südostasien ist dabei ein weiterer Anreiz für Investoren. In diesem Zusammenhang hat die vietnamesische Regierung das ehrgeizige Ziel verkündet, Vietnam bis 2020 zum Industrieland zu entwickeln und verfolgt darüber hinaus eine investorenfreundliche Politik, dessen Ziel es ist, ein möglichst breites Spektrum an ausländischen Unternehmen anzusprechen. Nachdem in einer ersten Welle vor einigen Jahren insbesondere Textilunternehmen ins Land strömten haben nun auch Hersteller von Industriegütern das Land und seine Charakteristiken zu schätzen gelernt. Auf dem Weg hin zur Industrienation kann außerdem die ausländische Bau- und Energieindustrie den Ausbau der Infrastruktur unterstützen und von immensen Wachstumspotentialen profitieren. Aktuell produzieren rund 220 deutsche Unternehmen der verschiedensten Industrien in Vietnam.

Malaysia:

Ein weiteres Land mit einem ausgezeichneten Investitionsumfeld ist Malaysia. Die malaysische Regierung hat es geschafft, das Land aus dem Schatten des Nachbarstaats Singapur hervortreten zu lassen und es vom einfachen Rohstoffexporteur in einen florierenden Produktionsstandort verwandelt. Malaysia besticht dabei durch eine herausragende Infrastruktur, die englische Geschäftssprache, attraktive Investitionsanreize und eine investorenfreundliche Gesetzeslage bezüglich ausländischer Kapitalbeteiligungen. Das Land bietet eine strategisch äußerst günstige Lage innerhalb des ASEAN Verbundes, sowie zu wichtigen asiatischen & ozeanischen Endmärkten in Form von China, Japan oder Australien. Ähnlich wie in Vietnam verfolgt die malaysische Regierung das Ziel das Land bis 2020 zu einem „High Income Country“ zu entwickeln. Besonders Investoren der Hochtechnologiebranchen sind gefragt und werden von der malaysischen Regierung verstärkt in den Fokus genommen. Somit bieten sich vor allem für den Maschinen- und Anlagenbau, die Medizintechnik, die Umwelttechnologie sowie die Luftfahrttechnik außerordentliche Chancen. Zudem hat die malaysische Regierung ihre Bemühungen intensiviert, weitere Konsumgüterproduzenten und Dienstleistungsbranchen im Land zu etablieren. Schon heute gilt Malaysia als wichtiger Standort in Asien für die Informations- und Kommunikationsindustrie.

Thailand:

Thailand ist eines der Zugpferde in der Region Südostasien und im Vergleich zu seinen Nachbarländern bereits weit fortgeschritten in seiner Entwicklung. Trotz der gravierenden Flutkatastrophe im Jahr 2004 blieb der Wirtschaftssektor relativ stabil, was auch auf den konstanten Touristenstrom zurück zu führen ist. Neben dem Tourismus, welcher ca. 10% des Sozialproduktes erwirtschaftet, glänzt das Land mit einer stark diversifizierten Industriestruktur. Entgegen der politisch angespannten Situation gilt Thailand als stabil in Bezug auf monetäre und finanzielle Rahmenbedingungen. Dies spiegelt sich zudem in einem besseren Ergebnis im „Doing Business“ – Report der Weltbank gegenüber anderer ASEAN Staaten. Auch die Auslandsinvestitionen, die zuletzt ins Stocken geraten sind, erholen sich stetig. Der Fokus der thailändischen Wirtschaft liegt vor allem auf den Sektoren Automobil, Chemie, Elektronikindustrie sowie Maschinenbau. Ausländische Firmen haben in diesen Bereichen aufgrund der Wachstumsprognosen die besten Investitionschancen. Insbesondere die Automobilindustrie hat sich in Thailand stark entwickelt und steht heute auf dem weltweit 12. Rang.

Singapur:

Die Situation Singapurs innerhalb ASEAN ist einzigartig. Der Stadtstaat ist weitgehend korruptionsfrei und bietet zudem eine hoch industrialisierte Marktwirtschaft sowie eine nahezu perfekte internationale Anbindung. Die Regierung Singapurs ist vor allem an einer weiteren Globalisierung der Wirtschaft interessiert und engagiert sich in zahlreichen Organisationen (z.B. WTO, ASEAN, APEC) und Freihandelsabkommen mit diversen Partnerländern. Für viele ausländische Firmen stellt Singapur ein Drehkreuz dar vorwiegend in den Bereichen Finanzen, Logistik und Transport. Außerdem bietet das Land hervorragende industrielle Möglichkeiten. Eine Besonderheit stellt dabei die geforderte Kooperation mit so genannten „Government-Linked Companies“ (GLCs) dar, welche eng mit der Regierung verbunden sind. Diese sind vor allem in den Bereichen Telekommunikation, Energieversorgung und Transport aktiv. Des Weiteren liegt der wirtschaftliche Fokus auf der Elektronikindustrie, dem Maschinen- und Anlagenbau, der ölverarbeitenden Industrie sowie auch zunehmend im Bereich der Biotechnologie. Insbesondere durch den Aufstieg Chinas als auch die fortschreitende Entwicklung anderer ASEAN Staaten ist Singapur bemüht, seine Wettbewerbsfähigkeit zu bewahren. Die äußerst günstige Zoll- und Importpolitik bietet dabei einen besonderen Anreiz für ausländische Investoren und zählt sicherlich auch zu den Gründen, warum bereits mehr als 1400 deutsche Firmen in Singapur ansässig sind.

Indonesien:

Gemessen an der Bevölkerung gehört Indonesien bereits zur Weltspitze. Mit mehr als 250 Mio. Einwohnern liegt das Land derzeit auf dem 4. Rang der bevölkerungsreichsten Länder. Neben dem immensen Pool an potentiellen Kunden überzeugt das Land außerdem durch eine Vielzahl an lokal verfügbaren Rohstoffen und der trotz diversen Ethnien stabile politische Lage. Die Mittelschicht Indonesiens wächst seit Jahren stetig an und gewinnt auch zunehmend an Kaufkraft. Und stellt sich dabei als besonders markenbewusst und qualitätsaffin dar. Ausländische Exporteure, die diese Nachfrage bedienen möchten, leiden jedoch unter den vergleichsweise hohen Importzöllen, die das Land für diverse Produkte auferlegt hat. Um diese zu umgehen, haben sich deshalb viele ausländische Firmen zu einer Produktion vor Ort entschieden. Durch das reichhaltige Angebot an Rohstoffen bietet es sich zudem an, weitere Elemente der Wertschöpfungskette in Indonesien anzusiedeln. Insbesondere die Automobilbranche und die Konsumgüterindustrie können dabei von stetig wachsenden Absatzmärkten profitieren. Ein weiteres Feld, welches in den kommenden Jahren verstärkt in den Fokus rücken wird, ist die Infrastruktur. Die aktuell noch unterrepräsentierte Vernetzung der Ballungsräume sowie eine landesweit steigende Nachfrage nach Energie bieten dabei außergewöhnliche Möglichkeiten für ausländische Investoren in diesem Bereich.

Philippinen:

Eines der weiteren aufstrebenden Länder Südostasiens sind die Philippinen. Das Land besticht vor allem durch seine prowestliche Einstellung und die Tatsache, dass über 90% der Bevölkerung dem christlichen Glauben angehören. Durch die Historie hat sich die englische Sprache und vor allem der amerikanische Lifestyle im Land verbreitet und die überwiegend junge und motivierte Bevölkerung drängt auf Fortschritt. Zusätzlich wird die Wirtschaft durch einen starken Binnenkonsum der über 90 Millionen Einwohner gestützt. Insbesondere im Bereich Infrastruktur werden weitere Großprojekte zum Ausbau der Straßen, Eisenbahnlinien und Wasserversorgung erwartet. Des Weiteren liegt der Fokus der philippinischen Regierung auf der Nutzung erneuerbarer Energien. In diesem Zusammenhang kann vor allem die Photovoltaik Industrie stark profitieren, da das Land einen stetig wachsenden Energiekonsum vorweist. Auch das Thema Korruption wurde seit der Ernennung von Benigno S. Aquino III intensiver behandelt und mit Hilfe diverse Kampagnen erfolgreich bekämpft.

ASHISH KUMAR, EAC Partner (MUMBAI)
ASHISH KUMAR, EAC Partner (MUMBAI)